Freitag, 18. Februar 2011

Haushalt im Griff?

Gerade für uns Frauen ist das Thema Haushalt ein grosses Thema.
Ich will Dir, bevor ich Dir einige Tricks verrate, erzählen, wie es bei mir war.
Es gab eine Zeit, da bin ich jedesmal, wenn sich kurzfristig Besuch ankündigte, in Panik ausgebrochen.
Ich konnte keinesfalls überraschend Besuch empfangen, es gab kaum ein Zimmer, in dem es jederzeit ordentlich aussah.
Ich war berufstätig und hatte abends oder am Wochenende einfach keine Kraft oder Lust, alles in Ordnung zu bringen. Ich schämte mich für mein Zuhause.
Ich konnte meinen Haushalt nicht ordentlich führen, ich konnte nicht kochen. Mit dieser Situation war ich so unzufrieden, das ich beschloss, das sich was ändern musste.
Ich begann zunächst mit dem Kochen. Ich hatte die Nase gestrichen voll von Fertiggerichten, Döner und Pommes.
Also kaufte ich mir regelmässig Kochzeitschriften. Ich achtete darauf, das die Rezepte mit normalen Zutaten zubereitet wurden. Und ich begann regelmässig zu kochen.
Sicherlich musste mein Partner in dieser Zeit durchaus auch nicht so schmackhafte Gerichte ertragen, aber je mehr ich kochte, desto besser wurde es.
Nach jeder Mahlzeit stimmten wir darüber ab, ob dieses Rezept nun gut war oder nicht.
Die guten markierte ich mir, so das ich nach und nach einen Rezeptpool zusammen bekam, aus dem ich frei wählen konnte.
In dieser Zeit begann ich auch, Speisepläne zu erstellen. Ich setzte mich einen Abend in der Woche hin und überlegte mir, was es in der nächsten Woche zu essen geben sollte.
Nachdem der Plan stand, machte ich mich daran, die Zutaten in einer Einkaufsliste zusammen zu schreiben.
Und nach dieser Liste ging ich einkaufen. Es gab plötzlich frische Zutaten, gesundes Essen und zu meinem Erstaunen stellte ich fest, das ich auch noch jede Menge Geld dabei sparte, denn frisch kochen ist billiger als Fertiggerichte.
Ich achtete bei meinen Speiseplänen immer darauf, das pro Woche immer mindestens 2 Gerichte dabei waren, die ich in etwa 20 Minuten kochen konnte. So kam ich nicht in Zeitnot, wenn mal etwas ungeplantes dazwischen kam.
Auch kochte ich manchmal die doppelte Menge und wir aßen 2 Tage davon. Einmal kochen gespart…
Da das mit dem Kochen so gut geklappt hat, beschloss ich, den Haushalt ähnlich in den Griff zu bekommen.
Ich wollte alles perfekt haben. Das ging soweit, das ich eine zeitlang so viel putzte, das ich keine Zeit mehr für andere Dinge hatte.
Den gesamten Vormittag, wenn mein Kind im Kindergarten war, verbrachte ich mit dem Putzen, so das ich mittags, wenn ich das Kind wieder abholte, total erschöpft war.
In dieser Zeit hätte man bei uns vom Boden essen können.
Braucht man aber gar nicht, wir haben doch Tische und Teller.
Es wurde mir klar, das das zwar eine prima Ausrede war, aber auf Dauer eben nicht richtig.
Verstecken Sie sich also nicht hinter Ihrem Haushalt, das Leben ist mehr als Putzen und Aufräumen.
Nun habe ich meinen Idealweg gefunden, den ich Dir hier vorstellen möchte.
Ich habe sicherlich das Rad nicht neu erfunden, vielleicht kannst du dir ein Stück davon abschauen.
Ich begann langsam. Kennst Du  das? Du hast die Unordnung satt und räumst 1 oder 2 Tage so richtig auf. Jede Ecke wird geschrubbt, Schränke ausgeräumt, entrümpelt und neu einsortiert. Gerne habe ich solche Gewaltaktionen auch mit Möbelrücken verbunden.
Nach 2 Tagen sieht es richtig gut aus, alles riecht frisch und Du? Du hast das Aufräumen so satt, das Du es die nächsten Tage so richtig schleifen lässt und nach ganz kurzer Zeit ist von Deiner Arbeit so gut wie nichts mehr zu sehen?
Das kann es also auch nicht sein.
Ich habe mir ein System abgeguckt, welches aus drei Positionen besteht:

  1. Routinen
  1. Beweise beseitigen
  1. Poolaufgaben

Mit den Routinen habe ich angefangen. Verzweifele  nicht, dieses lernt sich nicht in 3 Tagen.
Eine Routine ist erst dann eine Routine, wenn Du sie ohne Nachdenken zu müssen ausführen kannst.
Das kann schon 6 Wochen oder länger dauern. Gib zwischendurch nicht auf!
Das erste was Du benötigst ist ein Utensilienkorb. Besorg Dir sich einen Korb, am Besten eignen sich Kunststoffkörbe mit Griffen, weil sich diese gut reinigen lassen, falls mal etwas ausläuft.
Besorg Dir einige verschiedenfarbige Mikrofasertücher und sortier einige alte Geschirrhandtücher aus. Du brauchst keine teuren kaufen, die günstigen aus dem Discounter putzen genau so gut.
Besorg Dir 3 gut funktionierende Sprühflaschen. Hier solltest du  nicht die Günstigsten nehmen, da diese häufig nur kurz halten.
Nun füllst Du diese 3 Flaschen und beschriften Sie:
In die erste Flasche kommt Wasser und ein Schuss Allzweckreiniger. Ich nehme am Liebsten den Orangenreiniger von Frosch. Es tut aber auch jeder andere. Diese Flasche ist zum Reinigen von Oberflächen.
Die 2. Flasche wird befüllt mit Wasser und einem Schuss Shampoo. Als Orangenjunkie habe ich auch dort ein Orangenshampoo eingefüllt. Aber jedes andere tut es auch. Es sollte nur kein 2in1 Shampoo sein.
Diese Flasche ist zum Fenster und Spiegel reinigen.
Die dritte Flasche befüllst Du mit Wasser und einem Schuss Weichspüler.
Nimm hier einen, den du gerne riechst. Diese Flasche ist nun ihr Raumspray und Ihre Bügelhilfe.
Lass die Weichspülerflasche ebenfalls in deinem Korb. Besorg Dir einige Gebissreinigertabletten, die du ebenfalls in Ihren Korb legst.
Statte deinen Korb noch mit einer Rolle Mülltüten aus und es kann losgehen.

Die Routinen beginnst du am Anfang jeden Morgen. Nimm Deinen Korb und einen Kurzzeitmesser und gehe in das erste Zimmer. Stelle den Wecker auf 5 Minuten. Und fang an.
Räume umherliegende Dinge weg, alles, was nicht in das Zimmer gehört, sammele in den  Korb, laufe nicht hin und her.
Wische Oberflächen mit der Allzweckreinigerflasche und einem Mikrofasertuch ab.
Lüfte, während Du aufräumst.
Zum Schluss sprühe mit deiner Raumduftflasche.
Wenn der Wecker klingelt, höre auf!!!
Ziehe nun weiter in den nächsten Raum. Die Dinge, die in deinem  Korb gelandet sind, die in das Zimmer gehören, räume nun weg.
Und wieder nur 5 Minuten. Mach dir keine Sorgen, wenn Du diese Routinen jeden Morgen durchführst, dann wird spätestens in einer Woche das Zimmer wie verändert aussehen.
Im Badezimmer wische die Sanitärobjekte aus. Schmeissen ganz zu Beginn eine Gebissreinigertablette in die Toilette. Sie löst wie von Geisterhand Kalkbelege. Benutzt Du sowieso solche Tabletten, so gewöhne Dir an, diese in die Toilette zu kippen und nicht zu spülen. So haben sie doppelten Nutzen!
Wische alle Objekte mit einem trockenen Geschirrtuch trocken. Wenn du das Waschbecken gereinigt hast, nimm einen Mikrofaserlappen und und mache ein wenig Weichspüler darauf.
Damit wischst du nochmal über Wasserhähne und Keramik, bis keine Schlieren mehr zu sehen sind.
Das brauchst du  nicht täglich machen, du wirst sehen, das Wasser perlt nun vom Waschbecken ab und neuer Kalk hat keine Chance.

Wenn du diese Routinen jeden Morgen in jedem Zimmer durchführst, dann wirst du dich wundern, wie ordentlich es plötzlich bei Dir ist.

Wenn die Morgenroutinen sitzen, nimm dir die Abendroutinen mit auf.
Bei der Abendroutine ist es ähnlich wie am Morgen. Du räumst 5 Minuten in jedem Zimmer auf.
Bei Berufstätigen kann es am Morgen zu knapp sein, dann tausche sie gegeneinader aus.
Du brauchst nicht 2 mal am Tag die Toilette schrubben, aber bleibe  jeweils 5 Minuten im Zimmer.
Wische an einen Tag alle senkrechten Flächen, einen anderen Tag alle waagerechten, wieder einen anderen räumst du eine Schublade auf, fegst die Decke, etc etc.

Stress dich  nicht, das die 5 Minuten am Anfang nicht ausreichen. Das ändert sich sehr schnell.
Für die Abendroutine in der Küche habe ich mir mehr Zeit gegeben. Ziel war es, jeden Abend meine Spüle sauber und glänzend zu haben. Ich wusch also ab, räumte umherliegende Dinge an Ihren Platz.
Du wirst es merken, wenn du  am nächsten Morgen in die Küche kommst. Wenn alles schön und sauber ist, dann schmeckt der erste Kaffee am Morgen gleich doppelt gut!

Wenn Du mit Deinen Routinen fertig bist, wandern die Lappen in die Wäsche und der Korb wird weggestellt für den nächsten Einsatz.

Kommen wir zu Schritt 2. Beweise beseitigen!
Wenn Du abends auf dem Sofa gesessen hast und ins Bett gehst, nimm dein benutztes Glas eben mit in die Küche. Nimm die Chipstüte gleich mit in den Müll.
Wenn du das Wohnzimmer  verlässt, räume den Tisch leer. Das dauert nur Sekunden und hat eine unglaubliche Wirkung.
Wenn du morgens die Küche verlässt, räume den Frühstückstisch eben ab, wische ihn kurz ab.
Wenn Du dein Schlafzimmer verlässt, nimm deine  schmutzige Wäsche mit und bringe sie ins Bad oder wo immer du deine Schmutzwäsche sammelst.
Bringe  dieses auch deinen Mitbewohnern bei. Das kann manchmal dauern, weise sie immer wieder darauf hin. Irgendwann wird auch Ihrem Partner oder Ihren Kindern das Beweise beseitigen in Fleisch und Blut übergehen. Habe Geduld und Nachsicht.

Überhaupt solltest du dir  angewöhnen jedes Ding wieder zurück an seinen Platz zu legen.
Dazu braucht jedes Ding einen festen Platz.
Haben  Du schonmal überlegt, wieviel Zeit deines Lebens du  mit Suchen verbringst?
Fange an Ordnung zu halten.
Ich habe mir von einem grossen schwedischen Möbelhaus Kartons mit Deckel besorgt. Die waren günstig und sahen trotzdem gut aus.
Ich legte Kartons an mit Glühbirnen, mit Nähzeug, mit Medikamenten, mit Backutensilien,…
Von aussen wurden alle Kartons beschriftet und im Abstellraum (oder alternativ auch im Schrank) gestapelt. Nie mehr suchen!
Du kannst auch Plastikboxen nehmen. Oder alte Kartons, die du, damit sie ein bisschen freundlicher aussehen, mit Geschenkpapier oder alten Kalenderblättern bekleben kannst. Lasse deiner Fantasie freien Lauf, nur ordne Stück für Stück dein Chaos.
Fange in einem Zimmer an. Jeden Tag eine Schublade, ein Fach… Was kaputt ist, schmeissen weg. Was du das gesamte letzte Jahr nicht in der Hand gehabt habst, entsorg
Wenn du auf Dinge stösst, die  zu schade zum Wegwerfen sind, packe sie in einen Karton, den du in der Nähe der Haustür positionierst. Jedesmal wenn du Besuch habst, bitte ihn ,dich vom Ballast zu befreien.  Du machst deinen  Freunden eine Freude damit und  wirst Deinen Kram los.

......to be continued......




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